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1833

1.

Emanuel Geibel

Im Winde kommt ein scharfer Ton, Die wilden Schwäne wandern schon, Die schöne Zeit geht scheiden; Du hast mich sommerlang geküßt,

Nun steht nach anderm dein Gelüst, Wie sollt' ich's dir verleiden! Am Berge liegt ein weißer Streif, So fiel auf deine Lieb' ein Reif,

Heißt: Überdruß und Reue; In Windeswirbeln fliegt der Staub, Es bricht der Ast, es stiebt das Laub, Warum nicht deine Treue?

Fahr hin, ich weiß nun, wie du liebst; Ein Herz, das du nur halb vergibst, Das gönn' ich jedem andern. Fahr hin! Dein Weinen dünkt mich Hohn.

Die wilden Schwäne wandern schon, Und ich, auch ich will wandern.

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