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1819–1898

Mein Herz . 1840.

Theodor Fontane

Der stolzen Sonne, heiß und glühend, Dem stillen Monde trüb und bleich, — Sehnsüchtig tausend Sterne sprühend — Mein Herz, mein Herz ist beiden gleich.

Dem Himmel, klar und rein und blauend, Der Wolke, — jetzt gewitterreich Und jetzt in Thränen niederthauend, — Mein Herz, mein Herz ist beiden gleich.

Der Nachtigall voll frischer Lieder, Der Rose — blüthen- — dornenreich, Dem Frühling und dem Winter wieder, Mein Herz es ist dem Allen gleich.

Nur Einem gleicht es nicht auf Erden: Nie will in seinem kleinen Reich Der langersehnte Friede werden, Drum ist es nie sich selber gleich.

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