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1858

Kaiser Wilhelms Rückkehr

Theodor Fontane

Dreifarbig, kranzumwunden Unsre Fahnen flattern und wehn, Das waren Festesstunden, Wie keine wir noch gesehn;

Vielhunderttausendtönig In Lüften die Grüße ziehn: Willkommen Kaiser-König, Willkommen in Berlin.

Nun steiget höher, ihr Schwalben, Und kündet, was es sei: Blauer Himmel allenthalben, Und das Wetter ist vorbei.

Es ward uns viel beschieden, Es ward uns großes Glück: König Wilhelm bringt uns den Frieden Und bringt uns sich selber zurück.

Er bringt uns sich selber wieder Und Neues zu allem, was war, Nun entsprießt ein stolzes Gefieder Dem alten preußischen Aar.

Das Alte hoch und das Neue Vom Njemen bis an den Rhein – Und wir flechten die alte Treue In die neue Krone hinein.

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