Skip to content
1819–1898

Die Strandbuche.

Theodor Fontane

Hoch auf meerumbrauster Düne ragt in voller Eine Buche; „Mutter — ruft sie — wieder kam Wieder hat’s aus grünem Seetang viel der Kränze Hat mir Bernsteinschmuck gespendet, und von

„mutter, schilt es nicht Verführer, sag nicht, Treulos ist allein die Schwäche und gewaltig Hieltest Du mich nicht umklammert, Mutter Wär ich Nachts, als es mich lockte, hin an seine

„„Sturm herbei!““ rief wild-aufjauchzend jetzt Und auf hundert Wolkenrossen jagte schnaubend „„Auf! entwurzle mir die Buche, ’s gilt der Sehn- Wär sie frei, sie würde selber sich in meine

„„Arme Thörin, die des Meeres eitlen Liebes- Jeder Tanne spend ich Bernstein, jede Buche Nicht um Und der Liebe Wonne wird Dich bald wie Todes-

Tiefes Schweigen; — aber plötzlich kracht die Blätterstiebend stürzt sie nieder wie ein grüner Laut erbrausend heißt sein neues Opfer jetzt das Hochaufschäumend hat’s der Riese an die Wellen-

„weh, halt ein in Deinem Rasen, das mich zu So entblättert nicht die Liebe, so entblättert Doch die Leidenschaft des Riesen kennet nicht der Und er spielt mit seinem Opfer, bis es todt in

Aber dann, als ob er Abscheu gegen eine Leiche Hat er seiner Lüste Spielzeug wieder an den An dem Fuß der Düne, deren Gipfel einst der Hat die alte Mutter Erde ihr entführtes Kind

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Die Strandbuche. · Theodor Fontane · Poetry Cove