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1819–1898

5.

Theodor Fontane

Es hat das Herz viel Todte zu bestatten! Sie, die gelebt drin und es ganz besessen, Verriethen’s oder lernten’s doch vergessen, Sie wurden kalt, wie heiß geglüht sie hatten.

Die Besten selbst, und ob einst ohn’ Ermatten Ihr Lieben sie verschwendrisch zugemessen, Längst pflanzt mein Herz an ihrem Grab Cypressen, Sie leben noch, und wurden dennoch — Schatten.

Ein jeder Tag sieht neue Kreuze ragen; Wohl weint das Herz, — doch Mannes-Kraft und Würde Lehrt immer neu

Nur sollt ich je als schwerste Lebensbürde Auch Mein Herze fühlt es, daß es brechen würde.

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