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1892

6. [Sobald ein anderer was gemacht]

Cäsar Flaischlen

Sobald ein anderer was gemacht, ist's gut und schön und klug bedacht, man nimmt's, wie's ist, und freut sich dran: wieder einer, der was kann!

Doch wenn du selber damit kämest, begänn ein Wackeln mit den Zöpfen, ein Schütteln mit den weisen Köpfen: die Sache sei viel zu verzwickt

und dies und das vorbeigeglückt! man hätte zu viel dabei zu denken! man wolle Erholung, nicht Quälerein! das Leben sei ohnehin ernst genug!

Kurzum: man müsse leichter sein! Und glückte was mit leichterer Feder ... weiß Gott, so kämen sie erst recht: so was könn heutzutage jeder!

mit solchen billigen Spielerein erwürbe man sich kaum viel Gunst! mehr-können müsse, wer da wolle, daß man ihn höher werten solle!

hart sei das Leben, hart sei auch die Kunst!

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