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1892

3. [Wer es kann und wem's genügt]

Cäsar Flaischlen

Wer es kann und wem's genügt, daß er sich mit dem bescheidet, ehrsam, biedermannvergnügt, drauf der Alltag ihn vereidet ...

Wem genügt, was er so kann, schlecht und recht, wie eben jeder mit der Zeit sich anübt, sei's ... sei's mit Pinsel oder Feder ...

Der verträgt sich freilich stets musterhaft mit allen Tanten, weiß von guten Leuten nur, nur von guten Musikanten.

„Ruhe!“ rät er „Ruhe, Freund! Vorsicht, soll das Boot nicht kentern! unser Kurs war gut bis jetzt, und wozu, was gut ist, ändern!?

Was auch soll dein trotzig-toll Strom- und Sturm-entgegen-Segeln?! lerne lieber endlich Skat oder komm, eins mit zu kegeln!“

Und der Mann hat ja so recht: laß dein Mehr-als-andre-Wollen und begnüge dich damit, den gebahnten Weg zu trollen.

Dichte, was die Leute freut, laß dein In-die-Tiefe-Graben! male, wie du, brauchst du Geld, wünschen wirst, gemalt zu haben!

Weise denkt, wer also denkt: voll stets hat er seine Kiepe! und das ist ja doch der Zweck ... was die Nachwelt meint, ist – piepe!

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