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1892

10. [Gott sei dank, ein wenig Ruhe!]

Cäsar Flaischlen

Gott sei dank, ein wenig Ruhe! und daheim! und ungestört endlich einmal doch ein Abend, der mir wieder selbst gehört!

Schön ist's, ja! und bleibt es immer, guter Freunde Freund zu sein! doch zuweilen gibt's auch Stunden, da man gern einmal allein:

Auszudenken, was tagüber durch die Seele schwankt und schwirrt, eh sich's, halb erfaßt nur, wieder ungelöst ins Chaos wirrt.

Ohne Lüge sich zu freuen! wer es dürfte, wer es könnt! selbst-genug sich selbst zu leben, glücklich, selig, wem's vergönnt!

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