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81.

Šams o'd-din Moḥammad Ḥāfeẓ

Fort ist Er, und vom Rubine Seiner Lippe nippt' ich nicht; Fort ist Er, und satt nicht schaut' ich Mich an Seinem Mondgesicht.

Scheint es doch, mein Umgang habe Ihn versetzt in grosse Pein; Fort ist Er, den Bündel schnürend, Und ich holt' Ihn nimmer ein!

Fātĭhās und Stossgebete Waren's, die ich häufig sprach; Fort ist Er; die Sure: Treue Hauchte ich umsonst Ihm nach!

Schmeichelnd sprach Er: „Nimmer werd' ich Aus des Willens Dorfe geh'n.“ Fort ist Er, Sein Schmeicheln täuschte, Und du hast's nun selbst geseh'n.

„Wer mich will besitzen – sprach Er – Trenne von sich selber sich.“ Fort ist Er, und weil ich hoffte, Trennt' ich von mir selber mich.

Auf der Huld und Anmuth Wiese Schritt Er stolz einher; allein Fort ist Er, und nie betrat ich Seiner Vollgunst Rosenhain.

Wie Hafis hab' ich gejammert Und die ganze Nacht geklagt; Fort ist Er und weh, ich habe Nicht Ihm Lebewohl gesagt!

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