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77.

Šams o'd-din Moḥammad Ḥāfeẓ

Welche Verwirrung wohl ist's die im Laufe des Mondes ich sehe? Voll ist von Tücke – ich seh's – so auch von Bosheit die Welt. Mit den Müttern im Krieg und im Streite sind immer die Töchter, Und den Vätern – ich seh's – wollen die Söhne nicht wohl.

Dumme nur trinken sich voll mit Sorbet aus Rosen und Zucker Und die Weisen – ich seh's – nähren mit Herzblut sich nur. Der arabische Zelter ward unter dem Sattel verwundet, Und der Esel – ich seh's – trägt einen Halsring aus Gold.

Meister! Vernimm nun den Rath Hafisen's: „Geh' hin und thu' Gutes!“ Ist dieser Rath doch – ich seh's – mehr als ein Perlenschatz werth.

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77. · Šams o'd-din Moḥammad Ḥāfeẓ · Poetry Cove