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41.

Šams o'd-din Moḥammad Ḥāfeẓ

Schön ist eine Rose nimmer Ohne Freundeswangen; Schön ist nimmer auch der Frühling, Wenn nicht Becher klangen;

Schön ist keine grüne Wiese, Keine Luft in Hainen, Wenn nicht Liebchen dort mit Wangen, Tulpen gleich, erscheinen;

Schön sind rosengleiche Leiber, Lippen, zuckersüsse, Doch nur wenn sie das Umarmen Dulden und die Küsse;

Schön sind tanzende Zipressen, Und verzückte Rosen, Doch nur wenn auf ihnen Sprosser Tausendstimmig kosen;

Schön ist nimmer ein Gemälde Vom Verstand gemalet, Nur das Bild des Seelenfreundes Ist's, was herrlich strahlet;

Schön zwar ist die Flur, die Rose Und der Saft der Reben: Aber schön sind sie wohl nimmer, Weilt kein Freund daneben.

Da, Hafis, der Seele Münze Keinen Werth errungen, Ist's nicht schön sie zu benützen, Gilt es Huldigungen.

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