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33.

Šams o'd-din Moḥammad Ḥāfeẓ

All' mein Leiden kömmt vom Freunde, Und so auch die Arzenei; Und mein Herz ward ihm zum Opfer, Wie es auch die Seele sei.

Das was schöner ist als Schönheit – Anmuth nennt man's insgemein – Das besitzt mein Vielgeliebter, Und auch jene nennt er sein;

Nur ein Abglanz seiner Wangen Scheinen beide Welten mir: Offen hab' ich's dir verkündet, Sagte es auch heimlich dir.

Hinter'm Vorhang, theure Freunde, Sagt ein Wörtchen Euch mein Mund: Aber das was man gesprochen Wird durch Weitersagen kund.

Jene trunkene Narcisse Sie vergoss, ach, all' mein Blut, Während jene wirre Locke Grausam auch ein Gleiches thut.

Kein Vertrauen lässt sich fassen Zu den Dingen dieser Welt; Ja, auch mit dem Lauf des Himmels Ist es Anders nicht bestellt.

Denk' an Jenen der da grausam Meinem Blute stellend nach, Kühn den Bund den er geschlossen Und auch die Verträge brach.

Wie jetzt an ihr Ziel gekommen Des Vereines frohe Nacht, Schwinden auch die bösen Tage Die die Trennung hat gebracht.

Seines Maales Bild, verspritzte Schon gar oft mein Augenblut, That es klar und unverhohlen, Wie es auch es heimlich thut.

Keine Furcht kennt der Verliebte Vor dem Richter. Bringe Wein! Auch Verbote eines Herrschers Schüchtern nimmermehr ihn ein.

Dass Hafis der Liebe fröhne Ist dem Vogte wohlbekannt, Ist es selbst auch dem Assāfe In der Salomonen Land.

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