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26.

Šams o'd-din Moḥammad Ḥāfeẓ

Was doch solchen Rausch mir brachte? Ich begreif' es nimmermehr. Wer versieht das Amt des Schenken, Und wo bracht' den Wein er her?

Dieser liederkund'ge Sänger, Welche Weise stimmt er an? Denn bekannte Worte bracht' er Zwischen Liedern auf die Bahn.

Scheint der Ostwind doch der Bote König Salomon's zu sein, Der da freudenvolle Kunde Bracht' aus Saba's Rosenhain.

Nimm auch du zur Hand den Becher, Lenkend nach dem Feld den Schritt, Denn der Vogel holder Töne Brachte schöne Klänge mit.

Hochwillkommen ist die Rose, Hochwillkommen der Nĕsrīn; Freude spendend kam das Veilchen, Wonne brachte der Jasmin.

Klage, Herz, nicht gleich der Knospe, Dass kein Ausweg sei für dich; Hauche, die die Knoten lösen, Brachte ja der Ost mit sich.

Meine Herzensschwäche heilet Nur des Schenken Schmeichelei; Auf! Es ist der Arzt gekommen Und er brachte Arzenei.

Bin des alten Wirthes Jünger; Zürne, Scheich, mir nicht zu sehr: Denn, was du mir nur versprochen, Brachte in Erfüllung er.

Jenes Kriegertürken Habsucht Schmeichelt meinem süssen Wahn, Denn auf mich halbnackten Armen Bracht' er einen Angriff an.

Dem Hafis als Knecht zu dienen Ist der Himmel gern bereit, Denn, zu deiner Pforte flüchtend, Bracht' er sich in Sicherheit.

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