Ich sprach: „Dein Mund und deine Lippe,
Wann thun sie wohl was ich begehrt?“
Er sprach: „Vom Herzen wird von ihnen
Was du nur heischen magst gewährt.“
Ich sprach: „Es fordert deine Lippe
Ägyptens reichen Zoll zum Lohn.“
Er sprach: „Ein Handel, so wie dieser,
Wird Keinen mit Verlust bedroh'n.“
Ich sprach: „Wer hat den Weg gefunden
Zu jenem Puncte, deinem Mund?“
Er sprach: „Nur dem, der Feines kennet,
Gibt man dies zarte Mährchen kund.“
Ich sprach: „O sei kein Götzendiener
Und lebe nur mit Gott allein!“
Er sprach: „Im Gaue wahrer Liebe
Soll dies und jenes Sitte sein.“
Ich sprach: „Die Lust an einer Schenke,
Sie ist es die das Herzleid stillt.“
Er sprach: „Glückselig ist zu nennen
Wer je ein Herz mit Trost erfüllt.“
Ich sprach: „Es passt im Glauben nimmer
Das Weinglas zu dem Mönchsgewand.“
Er sprach: „Doch nach des Wirthes Glauben
Nimmt man sie Beide wohl zur Hand.“
Ich sprach: „Was frommt dem alten Mann
Der süssen Schönen Mundrubin?“
Er sprach: „Durch Küsse, süss wie Zucker,
Macht er zu einem Jüngling ihn.“
Ich sprach: „Die Zelle zu betreten,
Wann fühlt sich wohl der Herr geneigt?“
Er sprach: „Wenn sich vereint am Himmel
Der Mond und Jupiter gezeigt.“
Ich sprach: „Für deine Wohlfahrt beten
Ist stets Hafisens frommer Brauch.“
Er sprach: „Ein Gleiches thun die Engel
In allen sieben Himmeln auch.“