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21.

Šams o'd-din Moḥammad Ḥāfeẓ

Ich verbrenne, weil du mich verlassen; Wende ab von Grausamkeit den Blick! Trennung ward mein Missgeschick hienieden: Wende ab, o Herr, das Missgeschick!

Auf dem grünen Gaul des Firmamentes Glänzet hell der Mond in seinem Lauf; Doch, damit er schnell zu Boden stürze, Schwinge du dich auf dein Pferd hinauf!

Tritt, um Glauben und Verstand zu plündern, Aus dem Haus in holder Trunkenheit; Setze schief dir auf das Haupt die Mütze, Und verschiebe auf der Brust das Kleid!

Schüttle das gelockte Haar! ich meine: Trotze selbst den Hyacinthen dreist, Mit dem Rauchfass kreisend um die Wiese Wie um sie das Morgenlüftchen kreist.

Du o Licht der Augen der Berauschten! Ich verschmachte in des Harrens Qual: Streichle denn die Harfe, die betrübte, Oder mache kreisen den Pocal!

Da der Zeitlauf auf die holde Wange Eine schöne Schrift geschrieben dir, O so wende, Herr, der Bosheit Lettern Ab von Jenem, der so theuer mir!

Nur so viel, nicht mehr ist's, was die Schönen Dir, Hafis, bestimmten als dein Loos; Bist du aber nicht damit zufrieden, Änd're denn was das Geschick beschloss.

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