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19.

Šams o'd-din Moḥammad Ḥāfeẓ

Du, o Monarch, du, o Gerechter, Du Meer an Huld, du Leu an Muth, Du, dessen Ruhme jede Ehre Gebührt als wohlverdientes Gut!

Den ganzen Erdkreis hat bezwungen Und üb'rall hin den Sieg gebracht Der Ruf der dich Beglückten preiset, Und deine königliche Macht.

Es haben über meine Lage. Dich Geisterstimmen schon belehrt Und dir gesagt, in Nacht und Dunkel Sei meines Tages Licht verkehrt.

Was in drei Jahren ich erworben Beim Könige und beim Vesir, Das nahm in einem Augenblicke Der Schlägelspieler „Himmel“ mir.

Ich habe gestern Nachts im Schlafe Als Traumgebilde mich geseh'n Des Morgens an des Königs Stalle Ganz in geheim Vorübergeh'n;

Und, angebunden, Gerste essend, Befand im Stall ein Maulthier sich: Es rüttelte am Futtersacke Und sprach zu mir: „Erkennst du mich?“

Da ich mich nicht im Stande fühle Zu deuten dieses Traumgesicht, So thu' denn du es, denn an Scharfsinn Vergleicht sich dir ein Zweiter nicht.

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