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19.

Šams o'd-din Moḥammad Ḥāfeẓ

Jene Rose, jung und lächelnd, Die du, Herr, empfohlen mir, Jedem Neideraug' der Wiese Zu entzieh'n, empfehl' ich dir;

Hält sie sich auch hundert Meilen Fern vom Dorf der Treue auf, Bleib' ihr doch von Leib und Seele Fern des Mondes Unglückslauf.

Morgenwind, kömmst du vorüber An Sělmā's geliebtem Haus, Hoffe ich, du richtest freundlich Einen Gruss ihr von mir aus.

Löse jener schwarzen Haare Moschus unbehutsam nie: Theure Herzen wohnen drinnen: D'rum durchwühle nimmer sie.

Sprich: „Es hat auf Flaum und Maale Mein getreues Herz ein Recht: D'rum behandle es mit Achtung Dort im Ambra-Haargeflecht!“

Wo auf's Wohl man Ihrer Lippe Wein geniesst in froher Lust, Ist der Trunk'ne zu verachten Der sich seiner bleibt bewusst.

Man erwirbt am Thor der Schenke Ehr' und Reichthum nimmermehr: Wer von diesem Wasser trinket Wirft ja sein Gepäck in's Meer!

Dem, der sich vor Trauer fürchtet, Ist kein Liebesgram erlaubt: Liebchens Mund an meiner Lippe, Liebchens Fuss auf meinem Haupt!

Als des Wissens Grundvers pranget Was Hafis sang im Gedicht: Wie entzückend ist sein Odem Und wie lieblich was er spricht!

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