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154.

Šams o'd-din Moḥammad Ḥāfeẓ

Auf dem Markt der Seelenspieler Ruft man eine Kunde aus; Hört sie, hört Ihr, die Ihr wohnet Im Bereich des Liebchengau's:

„Schon so manchen Tag vermissen Wir der Rebe Töchterlein: Sie entfloh, um frei zu handeln: Holt, o holt die Flücht'ge ein!

Von Rubin sind ihre Kleider, Bläschen krönen ihr das Haupt; Wahret Euch vor ihren Ränken, Da sie Geist und Klugheit raubt.

Wer die Bittre bringt, dem geb' ich, Statt Hălwā, die Seele hin; Bärge sie der Schlund der Hölle, Nun so dringet selbst in ihn.

Bitter ist sie, scharf und rosig, Zecht, bleibt ganze Nächte aus; Bringt sie, wenn Ihr sie gefunden. Alsbald in Hafisens Haus!“

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