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15.

Šams o'd-din Moḥammad Ḥāfeẓ

O du der, mich ermordend, Die Menschlichkeit nicht kennt, Und sorglos sammt den Zinsen Das Capital verbrennt!

Ein Gift das tödtet führen Die Leidenden bei sich: Gefahr bringt's diesem Volke Zu nah'n; ich warne dich.

Leicht macht von meiner Krankheit Ein einz'ger Blick mich frei: Doch schonungslos verweigerst Du mir die Arzenei.

Mein Auge ward zum Meere In Hoffnung dich zu seh'n: Willst du am Meeresufer Denn nicht vorüber geh'n?

Was man von deiner Härte, Du Mildgesinnter, spricht, Sind nur der Neider Worte: Du üb'st dergleichen nicht.

O Frömmler, zeigt mein Schöner Sich dir im hellen Schein, Begehrest du vom Schöpfer Ein Liebchen nur und Wein.

Hafis, anbetend weile Am Altar Seiner Brau'n: Du betest ja sonst nirgends Mit grösserem Vertrau'n.

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