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15.

Šams o'd-din Moḥammad Ḥāfeẓ

Seit dein Liebreiz die Verliebten Lud zu des Genusses Mahl, Gab dein Maal und deine Locke Herz und Seele Preis der Qual.

Was verliebte Seelen leiden Fern von dir, hat in dem Maass Niemand auf der Welt erfahren, Als die Durst'gen Kērbĕlā's.

Theure Seele! Kennt mein Türke Nichts als Rausch und Trunkenheit. Musst auch du vor allem Ander'n Thun Verzicht auf Mässigkeit.

Weil die Zeit der Lust und Freude Und des Wein's jetzt wiederkehrt, So betrachte sie als Beute, Sie, die nur fünf Tage währt.

Wenn des Königs Fuss zu küssen Dir gelänge, o Hafis, Ist in allen beiden Welten Rubin und Ehre dir gewiss.

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