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149.

Šams o'd-din Moḥammad Ḥāfeẓ

Ich und Heil und fromme Werke! Niemand glaubt doch wohl daran: Denn bei'm Trunkenbold der Schenke Hält dies Jeder nur für Wahn.

Diese alten Kleiderlappen Werf' ich desshalb nur auf mich, Dass ich Wein darunter berge, Und es Niemand denke sich.

Sei auf's Wissen und auf's Handeln Nimmer stolz, gelehrter Mann! Weil doch Niemand seine Seele Dem Geschick' entziehen kann.

Unbethört von Duft und Farbe Leere du das Glas getrost: Denn der Wirthe Wein nur reinigt Dir das Herz vom Gramesrost.

Zwar, o Herz, ist es das Auge, Das bei dir den Wächter macht: Doch, dass dich der Wächter selber Nicht bestehle, habe Acht!

Mühe dich mit regem Fleisse, Hoffest du, o Herz, auf Lohn: Denn es trägt, wer nichts vollbrachte, Unverdient ihn nicht davon.

Rednern Worte vorzutragen, Nimm, Hafis, dich wohl in Acht! Perlen schenkt man keinem Meere Und Juwelen keinem Schacht.

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