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147.

Šams o'd-din Moḥammad Ḥāfeẓ

Nicht bestimmt war's, dass da tödte Diesen wunden Mann dein Schwert. Deine Zauberwimper hätte Dessen sonst sich nicht gewehrt.

Was besitzt dein Schönheitsspiegel, Herr, für eine Eigenschaft, Dass auf ihn mein Seufzer nimmer Wirket mit gewohnter Kraft?

Deine Locke liess ich gleiten Aus der Hand, ich toller Mann, Und verdiente wohl, man legte Kettenringe drum mir an.

Zarter als dein Wuchs entsprosste Keine Pinie dem Gefild, Und die Welt kennt kein Gemälde Schöner als dein holdes Bild.

Um, wo möglich, gleich dem Oste Wieder deinem Haar zu nah'n, Stimmt' ich gestern unablässig Nächtliches Gestöhne an.

An der Schenke Thüren hob ich Hocherstaunt das Haupt empor, Denn kein Alter, dir Bekannter Fand im Andachthaus sich vor.

Um der Qual, die du mir schafftest, Zu entgeh'n, o Trennungsgluth, Muss ich selber mich vernichten, Wie es eine Kerze thut.

Ja, es ist Hafisens Kummer Ohne dich ein Vers der Pein, Der auch ohne Exegese Jedem wird verständlich sein.

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