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138.

Šams o'd-din Moḥammad Ḥāfeẓ

Es entströmt ein Duft von Moschus Dem Chŏtēn der Morgenluft; Aber welche Luft ist diese, Die da hauchet deinen Duft?

Mit chŏtēn'schen Moschusdüften Weht der Abendwind mich an: Sollte eine Karawane Aus Chătā's Gebiete nah'n?

Sein bin ich, so lang die Seele Nicht verlässt des Körpers Haus; Horche mir, denn meine Rede Strömt den Duft der Treue aus.

Herz, mach' Seinem Gramespfeile Keinen Schild aus deiner Brust; Schliess' das Aug', denn aus den Lüften Kommt der Strahl dir unbewusst.

Es erkundigt deine Braue Liebevoll sich stets um mich; Sie, die Kaiserin, erinnert Freundlich eines Bettlers sich.

Tief versank dein Fuss im Thone, Weil ich gar so viel geweint: Drob der Mann in meinem Auge Sich vor dir zu schämen scheint.

Sollst, Hafis, den Wein nicht meiden, Kehrt die Rose doch zur Flur Im Gefolg' von hundert Gaben Des Genusses wegen nur.

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