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1876

Nachtgang

Gustav Falke

Lautlos am umbuschten Weiher Wandelt durch das Gras die Nacht, Hinter ihr, ein feuchter Schleier, Heben sich die Nebel sacht.

Weite, weite stille Strecken Mag sie wie im Fluge gehn. Zwischen Felder, zwischen Hecken Seh' ich ihren Schleier wehn.

Wälder, Gärten, Dorfgelände Streift ihr leiser, steter Gang. Nur am Friedhof ist's als stände Sinnend sie sekundenlang.

Warf sie jene schwarze Rose In des Todes still Geheg? Taufeucht fand die heimatlose Ich früh morgens dort im Weg.

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Nachtgang · Gustav Falke · Poetry Cove