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1880

Morgengang

Gustav Falke

Der Morgen warf, steh auf du Wicht, Mir goldne Perlen auf die Kissen, Da taumelte ich traumentrissen Vor sein erglühtes Angesicht.

Blank lag die Welt in seinem Glanz. Hinaus! Mein Herz war frisch und heiter! Durch Duft und Farben, weiter, weiter! Und jeder Schritt war Lust und Tanz.

Und auf und ab ein großes Kind, Lief ich durch all die Morgenschöne, Und oben schwammen Lerchentöne Und Blütenblätter mit dem Wind.

Da kam, da kam, durchs feuchte Kraut, Die frühen Freuden voll zu machen, Mein Schatz, und wurden Kuß und Lachen Und tausend süße Worte laut.

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