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1914

Tagtaumel

Gerrit Engelke

Und grüne Sommerwälder sausen her – Und Menschheit wimmelt froh in Wegen – Wolken baden tief im Blau – Alles, alles mir entgegen!

Sonnevoll, strombeklommen – Ach Ich! Mir schaukelt Leben zu vom Strand, vom Kahn – Zu mir kommt Fluß, und Fluß und See und Meer –

Schiffsgewimmel – Qualmhäfen – Ozean – Immer mehr, immer mehr! O' Ich! O Ich! Und Nordlandküsten – Südseepalmenwälder –

Und Sternschwärme – Indiens Wunderstädte – Und tausend Lichter aus der Welt Taumeln, rauschen in ungeheurem wilden Wirbel In eine weite Seele!

Ich! Ich! Meine Blicke sind Sterne – Flut braust im Ohr! Und eine Seele glüht weltdurchströmt und dröhnt Und kann nicht dämpfen den rasenden Chor –

Ich berste – ersticke – blicke Hoch: Der du Alles ins Dasein reißt, Löse, dunkel durchschwingender Lebensgeist,

Aus dem lähmenden Drange zu metallischem Klang, Aus dem chaotischen Orgeln zum Weltgesang Die lebensbestürzte Seele Für Alles und Alle!

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