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1904

Neuer Stolz des Weltmenschen

Gerrit Engelke

Hundert Straßen, angefüllt mit Menschenrotten: Arbeitsmänner, Polizist, Kokotten, Reinigungsmaschinen, die den Asphalt scheuern, Straßenbahnen, Güterwagenflotten,

Die lärmend durch die Menschenfluten steuern, Hundert Straßen kreuzen, queren sich, Drangvoll, klangvoll rund um Mich! Um Mich! – Ich bin ihre Mitte!

Tausend Eisenbahnen hasten, Tausend Kiele mit beflaggten Masten, Tausend Schiffe pflügen ihre Wasserreise, Tausend Weltwerk-Städte dampfen, rasten

Weit um Mich im Riesenkreise! Rasen, wühlen, lagern sich Dampfstark, kampfstark rund um Mich! Um Mich! Ich nur bin die Mitte!

Ozeane stürzen ihre Brandung, Gletscher, auf der ewigstillen Wandrung, Schieben ihre Eisflutsohle, Tropen brüten ihre Urwaldsumpf-Gewandung,

Der Äquator da – und da und da die Pole: Alles, Alles weitet, breitet sich Stürmend, türmend rund um Mich, Mich Alles-Mitte!

Mächtig strömt mir aus dem Erdedaseinkreise Diese große Ich-Welt-Weise: Ich bin der Pol, um welchen alles schwellt und gellt Und kreist in kleinem und in ungeheurem Gleise:

Ich bin der Mittelpunkt, der Mittelpunkt der Welt!

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