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1917

Mittags unterm Baume liegend

Gerrit Engelke

Kastanie du – Gnädig entzückt, Tragend flimmernde Hitze und Sonne, Fächelst du lächelnd

Breitschweifende Zweige, Grünblättergehände mir zu; Festlich die traubigen Kerzen, Weißstrahlenden Lichtes

Ins Grüne und Blaue gesteckt. Wieder, wie lange schon nicht, Daß mein Haar sich in Blumen verfing, Die Schultern sich drückten ins Gras,

Spielst du mir Lichter Über geschlossene Lider, Darunter die Augen Ertrunken und traumtief erstaunen.

Flatternde Schatten Fallen mit über die glühende Stirn Kühlend und streichelnd und gut. Kichernd kitzeln Halme im Nacken –

Durch den brennenden Schlummer Haucht mir ins Ohr nur Ein Klang vom gemächlichen Wind. Und ein herschwankender Wagen,

Mahlend im quirlenden Staub, Bringt mit dem Dufte Von schweißglänzenden Pferden und süßlichem Heu All den Ruch und die Sonne

Des Sommers.

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