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1848

Warnung vor der Trunkenheit

Ludwig Eichrodt

Wer in dem goldnen Saft der Reben Mit frechem Muthe sich betrinkt, Der ist nicht werth, als Mensch zu leben, Wenn er als Thier zu Boden sinkt.

Ihm ist kein Mann von Ehre hold, Verachtung dir, o Trunkenbold! So manchen Gatten, treu und bieder, Hat schon die Trunkenheit bethört,

Gottlob, daß uns ein solcher wieder Zur Nüchternheit zurückgekehrt, Kein And'rer war so lüderlich, Doch seit Jakobi macht' er sich.

Gott läßt den Hausstand oft zerrütten, Um mit dem Kreuz zu winken uns, Doch ließ er sich durch Reu erbitten Erst eben kürzlich bei Karl Kunz.

Es war die höchste Zeit, das Amt Bedrohte Kunzen schon mit Gant. Drum preiset ihn, der die Geschöpfe Nicht gerne ganz versinken läßt,

Sichtbarlich sind des Herrn Fußstäpfe, So tretet drein, und haltet fest, Ja, haltet fest an seinem Pfad, – Der Christ geht nüchtern und gerad.

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