Skip to content
1841

Sternenheer

Ludwig Eichrodt

Die schönen Sterne blitzen dort, Wie funkelfarbig Edelgestein, Denn der Mond, das leuchtende Aug ist fort, Da jauchzen die holden Sternelein.

So manche herrliche heitere Nacht Muß er die Wimper im Schlaf zuthun, Da glimmen die Sterne nicht schüchtern sacht, Wenn das leuchtende Aug muß ruhn.

Wenn im Haupte schläft der ernste Entschluß, Wenn der Geist das leuchtende Ziel verliert, Wenn der heiter strebende Genius Zuweilen an sich irre wird. –

Da schimmern in zügelloser Lust, Da drängen sich im blitzenden Chor Aus der unbekümmerten Menschenbrust Die schönen kleinen Wünsche vor.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Sternenheer · Ludwig Eichrodt · Poetry Cove