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1848

Gegen die Thierquälerei

Ludwig Eichrodt

O quälet nie ein Thier zum Scherze Und auch zum Ernste quält es nie! Bekanntlich unterliegt dem Schmerze So wie der Mensch das liebe Vieh.

Es kann euch nicht vor Amt verklagen, Ach! um so wen'ger sollt ihr's schlagen! Wer seinem Stier das Maul verbindet, Der thut es auch bei Weib und Kind,

Ein Menschenfreund indessen findet, Daß solche Thaten unrecht sind. Sogar der Hund, der oftmals fehlet, Hat Anspruch, daß man ihn nicht quälet.

Nach seinem frommen Ebenbilde Schuf Gott den Menschen, das bedenkt! O lern't von seiner Vatermilde, Auch er hat Mitleid uns geschenkt;

Und züchtiget mit Ruthenhieben Die Buben, die das Vieh betrüben!

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