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1848

Frühlings-Lieder

Ludwig Eichrodt

Nein, über's Herz kann ich's nicht bringen, Ich muß den schönen Tag besingen, Womit nach so viel rauher Zeit Der Himmel wieder uns erfreut.

Die Aepfel-, Birn- und Zwetschgenbäume Die Traubenstöck' und Dinkelkeime Sie alle streben schon empor, Auch ich erhebe Herz und Ohr.

Thal und Hügel werden grün Die Bäume schlagen aus, Ja mancher fängt schon an zu blüh'n, Und bildet einen Strauß.

Herrlich stehen schon und hoch Die grünen Wintersaaten, O möchten die Kartoffeln doch In diesem Jahr gerathen!

Ach Gott, der schöne Weinstock ist In dieser Nacht erfroren, Die Hoffnung, die den Schmerz versüßt, Ach, Alles ist verloren.

Vier Jahre hat die Kälte itzt Uns Obst und Wein genommen, Wohin wird, der in Armuth sitzt, Wohin wird der noch kommen?

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