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1820

Mandelkerngedicht

Joseph von Eichendorff

Zwischen Akten, dunkeln Wänden Bannt mich, Freiheitbegehrenden, Nun des Lebens strenge Pflicht, Und aus Schränken, Aktenschichten

Lachen mir die beleidigten Musen in das Amtsgesicht. Als an Lenz und Morgenröte Noch das Herz sich erlabete,

O du stilles, heitres Glück! Wie ich nun auch heiß mich sehne, Ach, aus dieser Sandebene Führt kein Weg dahin zurück.

Als der letzte Balkentreter Steh ich armer Enterbeter In des Staates Symphonie, Ach, in diesem Schwall von Tönen

Wo fänd ich da des eigenen Herzens süße Melodie? Ein Gedicht soll ich euch spenden: Nun, so geht mit dem Leidenden

Nicht zu strenge ins Gericht! Nehmt den Willen für Gewährung, Kühnen Reim für Begeisterung, Diesen Unsinn als Gedicht!

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