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1788–1857

Mandelkerngedicht.

Joseph von Eichendorff

Zwischen Akten, dunkeln Wänden Bannt mich, Freiheitbegehr Nun des Lebens strenge Pflicht, Und aus Schränken, Akten-Schichten

Lachen mir die beleid Musen in das Amts-Gesicht. Als an Lenz und Morgenröthe Noch das Herz sich erlab

O du stilles, heit'res Glück! Wie ich nun auch heiß mich sehne, Ach, aus dieser Sandeb Führt kein Weg dahin zurück.

Als der letzte Balkentreter Steh' ich armer Enterb In des Staates Symphonie, Ach, in diesem Schwall von Tönen

Wo fänd' ich da des eige Herzens süße Melodie? Ein Gedicht soll ich Euch spenden: Nun, so geht mit dem Leid

Nicht zu strenge ins Gericht! Nehmt den Willen für Gewährung, Kühnen Reim für Begeist Diesen Unsinn als Gedicht!

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