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1788–1857

Ii .

Joseph von Eichendorff

Wie kühl schweift sich's bei nächt'ger Stunde, Die Zitter treulich in der Hand! Vom Hügel grüß ich in die Runde Den Himmel und das stille Land.

Wie ist da alles so verwandelt, Wo ich so fröhlich war, im Thal. Im Wald wie still! der Mond nur wandelt Nun durch den hohen Buchensaal.

Der Winzer Jauchzen ist verklungen Und all der bunte Lebenslauf, Die Ströme nur, im Thal geschlungen, Sie blicken manchmal silbern auf.

Und Nachtigallen wie aus Träumen Erwachen oft mit süßem Schall, Erinnernd rührt sich in den Bäumen, Ein heimlich Flüstern überall. —

Die Freude kann nicht gleich verklingen, Und von des Tages Glanz und Lust Ist so auch mir ein heimlich Singen Geblieben in der tiefsten Brust.

Und fröhlich greif ich in die Saiten, O Mädchen jenseits über'm Fluß, Du lauschest wohl und hörst's von weiten Und kennst den Sänger an dem Gruß!

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