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1788–1857

Die wunderliche Prinzessin.

Joseph von Eichendorff

Nun verliebt die Augen gehen Ueber ihres Gartens Mauer, War so einsam dort zu sehen Schimmernd Land und Ström' und Auen.

Und wo ihre Augen gingen: Quellen aus der Grüne sprangen, Berg und Wald verzaubert standen Tausend Vögel schwirrend sangen.

Golden blitzt es über'm Grunde, Selt'ne Farben irrend schweifen, Wie zu lang entbehrtem Feste Will die Erde sich bereiten.

Und nun kamen angezogen Freier bald von allen Seiten, Federn bunt im Winde flogen, Jäger schmuck im Walde reiten.

Hörner munter drein erschallen Auf und unter durch das Grüne, Pilger fromm dazwischen wallen, Die das Heimathsfieber spüren.

Auf vielsonn'gen Wiesen flöten Schäfer bei schneeflock'gen Schafen, Ritter in der Abendröthe Knien auf des Berges Hange,

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Die wunderliche Prinzessin. · Joseph von Eichendorff · Poetry Cove