Skip to content
1839

Der Wegelagerer

Joseph von Eichendorff

Es ist ein Land, wo die Philister thronen, Die Krämer fahren und das Grün verstauben, Die Liebe selber altklug feilscht mit Hauben – Herr Gott, wie lang willst du die Brut verschonen!

Es ist ein Wald, der rauscht mit grünen Kronen, Wo frei die Adler horsten, und die Tauben Unschuldig girren in den kühlen Lauben, Die noch kein Fuß betrat – dort will ich wohnen!

Dort will ich nächtlich auf die Krämer lauern Und kühn zerhaun der armen Schönheit Bande, Die sie als niedre Magd zu Markte führen. Hoch soll sie stehn auf grünen Felsenmauern,

Daß mahnend über alle stillen Lande Die Lüfte nachts ihr Zauberlied verführen.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Der Wegelagerer · Joseph von Eichendorff · Poetry Cove