Waldhorn bringt Kund' getragen,
Es hab' nun aufgeschlagen
Auf Berg und Thal und Feld
Der Lenz seine bunte Zelt'!
In's Grün zieh'n Sänger, Reiter,
Ein jeglich Herz wird weiter,
Möcht' jauchzend über's Grün
Mit den Lerchen in's Blaue zieh'n.
Was stehst du so alleine,
Pilgrim, im grünen Scheine?
Lockt dicht der Wunderlaut
Nicht auch zur fernen Braut?
„ach! diese tausendfachen
Heilig verschlung'nen Sprachen
So lockend Lust wie Schmerz
Zerreißen mir das Herz.“
„ein Wort will mir's verkünden,
Oft ist's, als müßt' ich's finden,
Und wieder ist's nicht so,
Und ewig frag' ich: Wo?“ —
So stürz' dich einmal, Geselle,
Nur frisch in die Frühlingswelle!
Da spürst du's im Innersten gleich
Wo's rechte Himmelreich.
Und wer dann noch mag fragen:
Freudlos in blauen Tagen
Der wandern und fragen mag
Bis an den jüngsten Tag!