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1788–1857

Aufgebot .

Joseph von Eichendorff

Waldhorn bringt Kund' getragen, Es hab' nun aufgeschlagen Auf Berg und Thal und Feld Der Lenz seine bunte Zelt'!

In's Grün zieh'n Sänger, Reiter, Ein jeglich Herz wird weiter, Möcht' jauchzend über's Grün Mit den Lerchen in's Blaue zieh'n.

Was stehst du so alleine, Pilgrim, im grünen Scheine? Lockt dicht der Wunderlaut Nicht auch zur fernen Braut?

„ach! diese tausendfachen Heilig verschlung'nen Sprachen So lockend Lust wie Schmerz Zerreißen mir das Herz.“

„ein Wort will mir's verkünden, Oft ist's, als müßt' ich's finden, Und wieder ist's nicht so, Und ewig frag' ich: Wo?“ —

So stürz' dich einmal, Geselle, Nur frisch in die Frühlingswelle! Da spürst du's im Innersten gleich Wo's rechte Himmelreich.

Und wer dann noch mag fragen: Freudlos in blauen Tagen Der wandern und fragen mag Bis an den jüngsten Tag!

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