Das Kindlein spielt' draußen im Frühlingsschein
Und freut sich und hatte so viel zu sehen,
Wie die Felder schimmern und die Ströme gehen —
Da sah der Abend durch die Bäume herein,
Der alle die schönen Bilder verwirrt.
Und wie es nun ringsum so stille wird,
Beginnt aus den Thälern ein heimlich Singen,
Als wollt's mit Wemuth die Welt umschlingen,
Die Farben vergeh'n und die Erde wird blaß.
Voll Staunen fragt's Kindlein: ach, was ist das?
Und legt sich träumend in's säuselnde Gras;
Da rühren die Blumen ihm kühle an's Herz
Und lächelnd fühlt es so süßen Schmerz,
Und die Erde, die Mutter so schön und bleich,
Küßt das Kindlein und läßt's nicht los,
Zieht es herzinnig in ihren Schooß
Und bettet es drunten gar warm und weich
Still unter Blumen und Moos. —