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1814

1.

Joseph von Eichendorff

In süßen Spielen unter nun gegangen Sind Liebchens Augen, und sie atmet linde, Stillauschend sitz ich bei dem holden Kinde, Die Locken streichelnd ihr von Stirn und Wangen.

Ach! Lust und Mond und Sterne sind vergangen, Am Fenster mahnen schon die Morgenwinde: Daß ich vom Nacken leis die Arme winde, Die noch im Schlummer lieblich mich umfangen.

O öffne nicht der Augen süße Strahle! Nur einen Kuß noch – und zum letzten Male Geh ich von dir durchs stille Schloß hernieder. Streng greift der eis'ge Morgen an die Glieder,

Wie ist die Welt so klar und kalt und helle – Tiefschauernd tret ich von der lieben Schwelle.

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