Skip to content
1900

Die Göttin im Garten

Theodor Däubler

Begegne der Göttin der Liebe im Garten! Sie sei dir das sonniglich sorgsame Weib! Sie wolkte vom Meere – verhüllt war der Leib – Und trat zu den Pflanzen, die bang ihrer harrten.

Nun hegt sie uns treu, nach fremdhaften Arten: Seid freudig und fromm, daß lang sie verbleib, Die Feinde der Leute beim Dorfe vertreib, Wir sollten sie morgens, im Taublau, erwarten!

Verehrt sie und haltet im Hühnerhof Tauben; Auch Schildkröten liebt ihre Sachtheit im Grün; Genügsamkeit lobt, wenn sich Büsche belauben! O wüßtet ihr, wie sie euch hilft beim Bemühn,

So würden wir fürstliche Obstopfer klauben! Sie bleibt uns ja nah, bis die Trauben erglühn.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Die Göttin im Garten · Theodor Däubler · Poetry Cove