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1900

An Shelley

Theodor Däubler

Der Liebe tief verletzbarem Verkünder, Dir Shelley, kett ich dankbar mein Sonett: Ein Licht, dein zart entschleiertes Violett, Ward großer Sonne feiernder Entzünder.

Nach solcher Freiheit purpurten die Münder Zum Rufe Hingebluteter im Bett: Geweihter Walstatt rächendes Skelett, Stand Hellas' Traum erblitzender Begründer.

Ein Mond in deinem Blick zerperlte Zähren. Der Möwe Silberflug, auf schwerer Flut, Schien bleich der Seele Staunen zu erklären. Gestirntes Ahnentum empfand das Blut,

Da wollte dein Geheimsein Sturm gewähren, Bis jung und gut du erst im Meer geruht.

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