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1900

An Pindar

Theodor Däubler

Des Barden Ruhm vollendest du beim Ringen Gebräunter Jünglinge um holden Preis, Bescherst dem Herrlichsten gesungnes Reis, Nach Wettkampf und des Läufers Sieg-Erspringen.

Wie lieblich deines Staunens Silben klingen, Wenn ein Gedichteter erschaudernd weiß: Zu blutendem Erinnern perlt mein Schweiß, Von mir kann Kunde kühn zu Kriegern dringen!

Um Hellas funkeln, Pindar, deine Sorgen, Apollo lodert dir als Gott und Held: Im Jüngling strahlt uns dein gepriesner Morgen. Des Edlen Leib verklärt dir frei die Welt:

In seltnen Menschen bleibt ihr Stolz geborgen, Ein Herz Behältnis für das Himmelszelt.

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