Ich stand an deines Landes Gränzen,
An deinem grünen Saatenwald,
Und mit des ersten Strahles Glänzen
Ist dein Gesang herabgewallt.
Der Sonne schwirrtest du entgegen,
Gleich einer Mücke um das Licht,
Dein Lied war wie ein Blüthenregen,
Dein Flügelschlag wie ein Gedicht.
Da ward es mir, als müss’ ich ringen
Und flattern in den jungen Tag,
Als höre ich mein eignes Singen
Und meinen eignen Flügelschlag;
Die Sonne sprühte glühe Funken,
In Flammen brannte mein Gesicht,
Ich selber taumelte wie trunken,
Wie eine Mücke nach dem Licht.
Da plötzlich sank und sank es nieder,
Gleich todter Kohle in die Saat,
Noch zucken sah ich kleine Lider
Und bin erschrocken dann genaht;
Dein letztes Lied, es war verklungen,
Du lagst, ein armer kalter Rest,
Am Strahl zerflattert und versungen
Bei deinem halbgebauten Nest.
Ich möchte heiße Thränen weinen,
Wie sie das Weh vom Herzen drängt,
Denn auch mein Leben wird verscheinen,
Ich fühl’s, versungen und versengt;
Du siecher Leib, ihr armen Reste!
Dann nur ein Grab auf grüner Flur,
Und nah, nur nah bei meinem Neste,
In meiner süßen Heimath nur.