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1797–1848

An Elise .

Annette von Droste-Hülshoff

Das war gewiß ein andrer März, Ein Mond, den Blüthenkränz’ umhegten, Als Engel dich, geliebtes Herz, In deine erste Wiege legten;

Das war gewiß ein Tag so frei, So frisch vom Sonnenstrahl umglommen! Doch auch im Wintermantel sei Er, wie der schönste, mir willkommen.

Mir ward ein schlimmrer Mond zu Theil, Um den kein Vogel je gesungen, Nur Eiseszapfen blank und steil Das kalte Diadem geschlungen;

Ach anders wirken Schnee und Eis! Und anders wohl der Sonnen Güte! Ich steh’, ein düstres Tannenreis, Du eine zarte Veilchenblüte.

Doch fest zusammen, fest im Raum Gehalten in des Winters Stürmen, Du schmücke mich zum Weihnachtsbaum Und ich will deine Blüte schirmen;

Dann muß uns willig oder nicht Das Leben reiche Gaben zählen, Und niemals wird das Himmelslicht, Der Poesie Beleuchtung fehlen.

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