Das war gewiß ein andrer März,
Ein Mond, den Blüthenkränz’ umhegten,
Als Engel dich, geliebtes Herz,
In deine erste Wiege legten;
Das war gewiß ein Tag so frei,
So frisch vom Sonnenstrahl umglommen!
Doch auch im Wintermantel sei
Er, wie der schönste, mir willkommen.
Mir ward ein schlimmrer Mond zu Theil,
Um den kein Vogel je gesungen,
Nur Eiseszapfen blank und steil
Das kalte Diadem geschlungen;
Ach anders wirken Schnee und Eis!
Und anders wohl der Sonnen Güte!
Ich steh’, ein düstres Tannenreis,
Du eine zarte Veilchenblüte.
Doch fest zusammen, fest im Raum
Gehalten in des Winters Stürmen,
Du schmücke mich zum Weihnachtsbaum
Und ich will deine Blüte schirmen;
Dann muß uns willig oder nicht
Das Leben reiche Gaben zählen,
Und niemals wird das Himmelslicht,
Der Poesie Beleuchtung fehlen.