Lebt wohl, es kann nicht anders sein,
Spannt flatternd eure Segel aus!
Laßt mich in meinem Schloß allein,
In meinem geisterhaften Haus.
Lebt wohl und nehmt mein Herz mit euch
Und meinen letzten Sonnenstrahl,
Er scheide, scheide nur sogleich,
Denn scheiden muß er doch einmal.
Laßt mich an meines Seees Bord,
Mich schaukelnd mit dem Wellenstrich,
Allein mit meinem Zauberwort,
Dem Alpengeist und meinem Ich.
Verlassen, aber einsam nicht,
Erschüttert, aber nicht erdrückt,
So lange noch das heil’ge Licht
Auf mich mit Liebesaugen blickt.
So lange mir der frische Wald
Gesang aus jedem Blatte rauscht,
Aus jeder Klippe, jedem Spalt,
Befreundet mir der Else lauscht.
So lange sich der Arm mir frei
Und waltend noch zum Aether streckt,
Und jedes wilden Geiers Schrei
In mir die milde Muse weckt.