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1857

Im Kampf ums Dasein

Felix Dörmann

In schlafberaubter stiller Nacht, Wenn Alles müde ruht, Steigt auf aus meiner Seele Schacht, Mit trotzig ungestümer Macht

Der Qualgedanken Brut. Es schwillt und quillt so heiß und rot Das Blut empor zur Stirn, Daß in des Denkens wilder Not

Zu bersten, zu versagen droht Das müde Hirn. Will ich des Lebens Kampf bestehn, Mein Herz im Schmutz verdirbt – –

Nein! – ich will schlafen, schlafen gehn, Wenn kühl des Herbstes Winde wehn Und Alles ringsum stirbt.

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Im Kampf ums Dasein · Felix Dörmann · Poetry Cove