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1857

7.

Felix Dörmann

Ich hab' in Deiner Seele Das schlafende Feuer entdeckt, Und seine verheerenden Gluten Mit tollem Jauchzen geweckt.

Die Flammen lodern und steigen, Mein Leib versiecht und verfällt, In Schande, Blut und Vernichtung Dein schmetterndes Lachen gellt.

Die blutige, blasse Madonna, Mit Augen bräunlich umringt, Die stachlichte Knute der Liebe Ins Herz mir, ins zuckende schwingt.

Die dunkelroten Tropfen, Sie perlen langsam zu Tal, Und Leib und Seel' durchschüttert Die tödlichste Wonne der Qual.

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