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1847

8.

Franz von Dingelstedt

Mir träumte letzte Nacht: Wir beide saßen Hier unter Deines Vaters Hochzeitslinde, So wie wir, Hand in Hand, zu sitzen pflegen. Zu Deinen Füßen spielte auf dem Rasen

Ein Lamm mit einem blondgelockten Kinde, Und aus der Hütte drinnen sprang verwegen Ein Knäblein uns entgegen; Er klammerte sich fest an Deine Kniee

Und spielte mir liebkosend in den Haaren Und „Vater“ lallend in dem Bart – Und siehe! Wie grau mein Bart und meine Haare waren! ... Zu spät, zu spät!! Was frommen alle Träume? –

Wann's Herbst ist, werden fahl und kahl die Bäume.

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