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1847

4.

Franz von Dingelstedt

Du zauderst Dich mit meinem Lied zu schmücken? Mein Kind, wie schlicht Du bist und wie bescheiden Daß Dich die blassen Dichterperlen blenden. Ich möcht' ins Haar Dir Shakespeares Krone drücken,

Mit Goethes Purpur königlich Dich kleiden Und des Petrarca Schatz mit beiden Händen Täglich an Dich verschwenden. Ach! Wenn unsterblich meine Dichtung wäre

Und siegend dräng in alle Welten-Fernen, Ich baute Dir unsterbliche Altäre Und trüge Deinen Namen zu den Sternen. Ein kalt Geschenk für Deine warme Gabe –

Weh! Daß ich Gleiches nicht zu bieten habe!

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